Etwas verschlafen, aber mit sehr viel Humor besammelten wir uns am Samstagmorgen um 06:00Uhr beim Restaurant Säge. Als wir Gepäck und Instrumente im Car versorgt hatten, begann eine ziemlich lange aber lustige Fahrt nach Winterthur. Um ca. 07:30Uhr gabs dann einen Kaffeehalt in der Autobahnraststätte Mövenpick Würenlos. Anschliessend nahmen wir die letzte Etappe nach Winterthur unter die Räder. Um ca. 09:30Uhr konnten wir die Unterkunft in der Turnhalle an der Gutenbergstrasse 11 beziehen. Wir teilten die Turnhalle mit der Musikgesellschaft Gächlingen (SH). Nun waren wir frei bis um 11:00Uhr. Dann verschoben wir uns gemeinsam mit dem Bus an die Stadthausstrasse, wo sich die Marschmusikstrecke befand. Nun waren auch schon die ersten Anzeichen von Nervosität festzustellen, denn um 11:50Uhr waren wir an der Reihe. Wir hatten als Marsch Nr. 1 Musketier-Marsch von E. Lüthold und als Nr. 2 den Marsch Tapfer und Treu von M.H. Forster angemeldet. Nun war die Zeit auch schon da und wir mussten uns aufstellen. Wir waren natürlich alle gespannt, welchen Marsch sich die Jury anhören will. Als wir die letzten Informationen des Dirigenten erhalten hatten, und ausgerichtet in der Achtungsstellung dastanden, meldete unser Dirigent das Korps dem Experten. Nun wurden wir kontrolliert, dass gabs Ruhn! Danach wurde uns mitgeteilt, wir hätten den Marsch Nr. 2, also Tapfer und Treu, zu spielen. Jetzt bekamen wir das Zeichen zum Abmarsch. Der Tambour begann zu schlagen, nun die Locke, dann setzten wir ein, jeder gab sich unheimlich Mühe. Am Ende der Strecke angelangt, ein Riesenapplaus der Zuhörer. Nun waren wir alle auf die Punktzahl gespannt, die es geben wird für unseren Vortrag. Auf einmal ertönte es im Lautsprecher; Musikgesellschaft Uttigen erhält 93 Punkte von möglichen 100. Wir jubelten alle, denn diese Punktzahl hatten wir nicht erwartet. Nun war schon eine Hürde genommen und wir konnten uns zur Festhalle Schützenwiese zum verdienten Mittagessen begeben. Dann waren wir wieder frei. Um 17:30Uhr mussten wir dann wieder in der Unterkunft sein, denn um 18:00Uhr hatten wir Probe im alten Sekundarschulhaus. Danach verschoben wir uns ins Hotelzentrum Töss, wo wir um 19:14Uhr unser Aufgabenstück Festa, Suite von Giusep Sialm vortragen mussten. Um ca. 19:00Uhr mussten wir dann die Musikpässe vor dem Eingang vorweisen. Nun konnten wir eintreten und Platz nehmen. Punkt 19:14Uhr bekamen wir das Zeichen zum Start. Als wir fertig waren, hatte jeder das Gefühl, es sei gut gegangen. Nun kam auch schon unsere Punktzahl ausgerufen. 168 Punkte von möglichen 180 hatten wir erreicht, auch hier natürlich wieder grosser Jubel. Nun mussten wir uns beeilen und ins Kirchgemeindehaus verschieben, denn um 20:00Uhr hatten wir dort das Selbstwahlstück vorzutragen. Wir wurden aufgerufen, und begannen unser Stück Golden Gate, Ouverture von E. Fülling, vorzutragen. Hier hatten einige den Eindruck, es sei nicht alles ganz gut gegangen. Also waren wir auch hier auf die Punktzahl der Experten gespannt. Nun wieder der Lautsprecher; Musikgesellschaft Uttigen 165 Punkte von möglichen 180. Es wurde wieder gejubelt, denn wir waren alle sehr zufrieden mit den erreichten Punktzahlen. Jetzt ist es vorbei – haben alle gedacht und wir gingen gemeinsam in die Unterkunft, um die Instrumente zu deponieren.

Anschliessend begaben wir uns in die Festhalle zum Nachtessen. Dann hatten wir noch den gemütlichen Teil vor uns, nämlich den Ausgang. Einige begaben sich auf den Rummelplatz, andere blieben in der Festhalle. Einige begaben sich dann langsam in die Unterkunft, um etwas zu schlafen. Am Morgen hatten wir ein freiwilliges Morgenessen. Einige probierten es, andere liessen es sein. Um 14:00Uhr mussten wir wieder in der Unterkunft sein, um das Gepäck zu verladen. Leider war der Car noch nicht da und wir mussen zum Gesamtchor und zur Rangverkündigung aufbrechen. Um 15:00Uhr begann das Einmarschieren ins Stadion, wo ca. 6000Musikanten und Musikantinnen den Festmarsch Winterthur 86 und Weihung spielten. Danach wurde die Rangverkündigung vorgenommen und den Fähnrichen die Kränze an die Fahnen gebunden. Nun spielten wir noch vom Festplatz weg und begaben uns wieder in die Unterkunft. Dort wurde dann das Gepäck verladen und wir begaben uns auf den Heimweg. Um ca. 20:00Uhr kamen wir in Uttigen an. Wir spielten von der Thunstrasse zum Restaurant Bahnhof und wurden dort von den Dorfvereinen und der Bevölkerung herzlich empfangen. Der Vice-Gemeindepräsident Fritz Glauser, gratulierte uns im Namen der Gemeinde und der Vereine zu unserem Erfolg. Der Präsident der Musikgesellschaft Uttigen, Bruno Walther, dankt dem Gemeinderat und den Vereinen für den schönen Empfang. Anschliessend gabs dann noch einen Umzug bis ins Restaurant Säge, wo wir uns dann auflösten und zum Teil müde nach Hause gingen.

Das war Winterthur 86, was sicher jedem in guter oder schlechter Erinnerung bleiben wird.