Quellenangabe: Bei den Ausschnitten handelt es sich hautpsächlich um Kopien von e-newspaperarchives.ch.
- Uttigen. (Korr.) Kommenden Sonntag kann die Musikgesellschaft Uttigen, ein rühriges Musikkorps, sein 50jähriges Bestehen festlich begehen. Zur Verschönerung der Feier haben die Musikgesellschaften von Seftigen, Uetendorf, Heimberg und der Jodlerklub Uttigen ihre Mitwirkung zugesagt.
Kirchdorf. Die Feier des Kirchen-Sonntags fand am ersten Februar-Sonntag im üblichen Rahmen statt. Dr. Arthur Frey, der Leiter des kirchlichen Pressedienstes in Zürich, sprach über das Thema: "Christus und das Volk". Die Feier wurde durch die Mitwirkung der Musikgesellschaft Uttigen bereichert. fs.
Bazar in Heimberg. (Korr.) Das Fest ist aus! Ueber Erwarten nahm der seit langer Zeit vorbereitete Musikbazar einen guten Verlauf. Schon das Wetter stellte sich am Samstag und Sonntag ganz prächtig, nachdem in der Nacht Regen und Schnee gefallen war. Erfreulicherweise fanden sich auch viele auswärtige Besucher und Freunde unserer Musikanten ein. Am Samstagabend herrschte im "Rössli" ein Gedränge, wie lange nicht mehr zuvor. Den vielen Gästen wurde aber auch etwas Rechtes geboten. Musikgesellschaft und Männerchor wechselten mit flotten Vorträgen ab. Weiter wartete der Sportklub mit seinem ulkigen Larvenreigen auf. Der Vogel wurde aber erst um die Geisterstunde abgeschossen, als Adolf Schmalz mit seiner originellen Schnitzelbank begann. Wer hätte da nicht mitlachen und mitstampfen mögen! Dass auch dem "Schwung", wie es im Programm hiess, ebenfalls wacker gehuldigt wurde, braucht kaum erwähnt zu werden. Auch am Sonntag lief der Betrieb wie am "Schnüerli". Auf dem Schulhausplatz konzertierte die Musikgesellschaft Uttigen. Der fröhliche Kasperli arbeitete von 11 Uhr bis am Abend an einer Tour. Kaum fand er Zeit, sich in die wärmende und vollbesetzte Kaffeestube zu verkriechen, um wieder Mut zu neuen Moritaten zu fassen. Ganz auffallend wurden wurden die verschiedenen Verkaufsstände bewundert und belagert. Die Ausstellung der Tombolagaben bot eine seltene Augenweide. Sie erleichterte das schwere Amt der Losverkäuferinnen. Am Sonntagabend wurde im "Rössli" tapfer weitergetanzt. "Wer kennt die Völker, nennt die Namen..."! Diesmal teilten sich der Gemischte Chor und die Musikgesellschaft in die Unterhaltung. Besass einer noch einen "fürigen" Batzen, so konnte er einen Abstecher in das vom Künstler Schmalz entsprechend dekorierte Duzistübli unternehmen: "Da git's nüt vo Kumplimänte, allem seit me nume Du."
Mit Genugtuung dürfen wir am Schlusse dieser Zeilen feststellen, dass die Heimberger Frauen, das Bazarkomitee und weitere treue Helfer ihre aufopfernde Arbeit nicht umsonst geleistet haben. Das Unternehmen schliesst voraussichtlich mit einem hübschen Reingewinn ab, womit die Musikanten das finanzielle Gleichgewicht in ihrer Kasse wieder herstellen können.
- Heimberg. Musik-Bazar. (Korr.) Das Dorf ist bereit. Die Stände sind alle aufgeschlagen. Schon duften auch die schmackhaften Backwaren. Kaffeestube und Festwirtschaft beim Schulhaus sind eingerichtet. Die Schulstuben sind voll von schönsten Sachen. Da nennen wir mal den Stand mit Heimberger Geschirr. Strick- und Näharbeiten, von fleissiger Frauenhand hergestellt, bieten ein lockendes Bild dem kauflustigen Besucher. Wer Gemüse einkaufen will, der decke seinen Bedarf am Bazar. Der Waghals versuche sein Glück in der dazu passenden Fischerei. Auch die Platzger können ihre Kunst versuchen und unter Probe stellen. Eine flotte Bahn ist extra dazu hergerichtet. Eine grosse Freude ist auch für die Kinder bereit. In einem Schulzimmer ist für sie ein Kasperlitheater in Aktion. Wer wollte da den Kindern nicht mal eine grosse Freude bereiten. Oder was meinst Du, Gotte, Du kommst doch mal mit dem Patenkind, nicht wahr? Du wirst selber Freude erleben! Auch der Götti sei willkommen! Das alles wird auf dem Schulhausplatz und im Schulhaus geboten. Daneben ist auch im "Rössli" viel los. Am Samstagabend bestreiten ab 8 Uhr die Bauernkapelle Heimberg, der Arbeiter-Männerchor, der Jodlerklub, der Sprotklub und nicht zu vergessen der Meister der Schnitzelbank das Unterhaltungsprogramm, und wenn's grad geht bis zum ersten Hahnenschrei. Am Sonntag kommt schon am Nachmittag die Musikgesellschaft Uttigen zu Gast. Am Abend unterhalten Gemischter Chor und Postillon das Publikum im Verein mit dem "Unvorhergesehenen". Für den nötigen Schwung wird die Kapelle "Apollo" Thun-Steffisburg sorgen. Das Musikfestchen veranstaltet auch eine besondere Tombola, für welche prächtige Gaben winken. Am Montag findet dann die Ziehung statt. So ist von der gesamten Bevölkerung alles würdig vorbereitet worden, dass das Festchen der Musikanten am Samstag und Sonntag ein voller Erfolg für sie werde, aber auch dass unsere Besucher mit grosser Befriedigung heimkehren können. Haltet den Daumen, Ihr Freunde von nah und fern, dass uns Petrus ein freundliches, lächelndes Gesicht gönnt! Der Anlass wird nur bei ganz schlechtem Wetter verschoben. Wir rufen Euch zu: Auf Wieersehen am Musik-Bazar! Sei's beim Schulhaus oder im "Rössli".
Mittelländisches Kleinkaliberverbandsschiessen in Rubigen. Die ideale Schiessanlage im "Schwarzbach" mit 24 Zugscheiben wird auch einen harten Andrang zu bewältigen vermögen, Ein voller Erfolg war der Ehrengabensammlung beschieden. Sonntag, den 21. Juni, konzertiert die Musikgesellschaft Uttigen auf dem Festplatz. Gruppenanmeldungen werden noch bis zum Beginn des Festes entgegengenommen.
Musiktag in Uttigen
(Korr.) Die Uttiger müssen beim Herrgott einen besondern Stein im Brett haben. Oder dann hat folgender ulkiger Festspruch seine Wirkung getan:
Ihr Wattenwiler us em Wätterloch,
Heit ihr bstellt schö Wätter doch!
Item, wenn auch am Vormittag des 2. September der Himmer ein sehr drohendes Gesicht zeigte, so hellte sich das Wetter gegen Mittag vielversprechend auf. Bei Festbeginn durfte man es sogar wagen, ohne Regenschirm auszugehen, und im spätern Nachmittag flutete heller, warmer Sonnenschein über den ländlich-idylisch gelegenen Festplatz beim Uttiggut. Schon um 12 Uhr war bei der Säge in Uttigen eine grosse, erwartungsvolle Menschenmenge versammelt. Pünktlich setzte sich der farbenprächtige Festzug mit den 450 Musikanten und den mit lebhaftem Beifall begrüssten, originellen Gruppen in Bewegung. Die Uttiger haben wirklich alles angewendet und nihts vergessen. Wir müssen ihnen an dieser Stelle unser Kompliment machen. Von den schönen Gruppen erwähnen wir die reizende Blumenkönigin mit Gefolge, eine stolze Reitergruppe, Uttigen einst mit der bekannten Burg und der früher lebhaft betriebenen Fischerei, und Uttigen jetzt! Nichts anderes als eine flotte, aufblühende Musikgesellschaft, zugleich das lebendige Wahrzeichen einer arbeitsamen, vorwärtsstrebenden Bevölkerung!
Den Höhepunkt des 11. Musiktages des Amtsverbandes Seftigen bildete aber das nun folgende, überaus reichhaltige Konzert auf dem Festplatze. Es beteiligten sich daran die Musikgesellschaften von Uttigen, Seftigen, Mühlethurnen, Gurzelen, Niedermuhlern-Zimmerwald, Belp, Gerzensee, Riggisberg und Wattenwil. Ferner wirkten als Gastvereine mit die Stadtmusik Thun, der Musikverein Uetendorf und die Schützenmusik von Steffisburg. Die Musikgesellschaft Uttigen eröffnete das bis nach 4 Uhr dauernde Konzert mit einem brillanten Eröffnungsmarsch. Hierauf begrüsste der Präsident des Organisationskomitees, Herr Gemeindeschreiber Schneiter, die Ehrengäste, Verbandsvertreter, Musikanten und alle Festbesucher mit einer kurzen, sympathischen Ansprache. Vom kleinen Landverein bis hinauf zu den grossen Gesellschaften hörten wir fast durchwegs einwandfreie, sorgfältig ausgearbeitete Vorträge. Es war eine Lust, dem gepflegten Musizieren zuzuhören. Auch die Auswahl der Vortragsstücke, lauter klassische und erstklassige Kompositionen, verriet guten Geschmack. Wir erwähnen die Festouvertüre Tempelweihe, taktsicher gespielt von der Schützenmusik Steffisburg, die Ouvertüre zu "Dichter und Bauer", mit warmer Einfühlung vorgetragen durch die Musikgesellschaft Gurzelen und die Ouvertüre zur Oper "Il Guarany", eine kunstvolle Leistung der Stadmusik Thun. Von unerhörter Wucht waren die Gesamtchorstücke "Schwurgesang" von Flittner und der Marsch "Gruss aus Thierstein", von G. Jecker. Der Festdirigent, Herr Fr. Ramseier in Uttigen, verstand es ausgezeichnet, die grosse Masse der Musikanten mit seinem beschwingten Stabe zu leiten.
Im Namen des Bern. Kant.-Musikverbandes ergritt dessen Präsident, Herr E. Wiedmer, das Wort. Er begrüsste besonders den Benjamin des Amtsverbandes, die junge Musikgesellschaft Zimmerwald. Ferner stellte er mit Freude die Anwesenheit der Veteranen Hodler Karl, Uetendorf, Däpp Fritz, Oppligen und alt Grossrat Binggeli aus Schwarzenburg, fest. Der musikfreundlichen Bevölkerung von Uttigen und seiner rührigen Musikgesellschaft wand er ein besonderes Kränzchen der Anerkennung, indem er meinte, dass wohl nicht "hurtig" an einem Festort so viel angewendet wurde wie in Uttigen. Die Uttiger haben das Lob auch wirklich verdient. Man war bei ihnen gut aufgehoben, und das frohe Musiktreffen vom Sonntag den 2. September wird bei den hunderten von Festbesuchern in bester Erinnerung bleiben.
- Uttigen. (Einges.) Die Musikgesellschaft Uttigen hat am letzten Samstag Abend in der Wirtschaft zur Säge ihr erstes diesjähriges Winter-Konzert abgehalten. Sämtliche Stücke wurden in reiner Stimmung mit einer ganz bemerkenswerten Präzision vorgetragen und haben gewiss jeden Kenner und Musikfreund voll und ganz befriedigt. Als Theater-Einlage unter Mitwirkung einiger Töchter kam zur Aufführung: "Der Bauernsohn vom Zwieselberg" von G. Wagner. Das Stück wurde schauspielerisch äusserst lebendig und packend gegeben und die Darbietenden ernteten denn auch für ihr hingebungsvolles Spiel den vollen Beifall des Publikums.
Dank der Tüchtigkeit und selbstlosen Hingabe ihres Direktors Herrn Fr. Ramseier hat sich die heute ca. 44 Mann starke Musikgesellschaft Uttigen auf die gegenwärtige Höhe emporgearbeitet und wir hoffen, dass auch fernerhin mit Fleiss und Ausdauer fortgefahren werde.
Das Konzert mit Theater wird am nächsten Samstag den 3. Dezember wiederholt und wir wünschen dem strebsamen Verein auch diesmal ein volles Haus.

Uetendorf. Die vergangenen Sonntag hier stattgefundene Fahnenweihe des Musikvereins Uetendorf gestaltete sich zu einem frohen Volksfest. Die Patenstelle versah in freundlicher Weise die Musikgesellschaft Uttigen. Mit einem kleinen Umzug wurde das Fest eingeleitet. Beim Weiheakt erklärte Herr Schneiter, von Uttigen, das neue Banner, auf dem auf der einen Seite das Wappen von Uetendorf und auf der andern eine Leier zu sehen ist. Als Vertreter von Uetendorf sprach Herr Gemeindepräsident G. Baumann und als Vertreter des Kantonalvorstandes Herr Bieri, von Steffisburg. Herr Dr. Hofer, Präsident des Musikvereins Uetendorf, verdankte verschiedene schöne Geschenke. Mit der Fahnenweihe verbunden wurde die Ehrung von Herrn Karl Hodler, von Gurzelen, der seit funfzig Jahren aktiver Musikant ist. hf.


