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Die Zeichen stehen auf Sturm an diesem Donnerstag, den 13. August 2015. Nach einer extrem heissen Zeit steht uns eine Abkühlung bevor. Für zahlreiche Regionen besteht eine Unwetterwarnung mit Hagelgefahr. Nach der Konsultation des Wetterradars beschliessen wir, den diesjährigen Uttig-Cher in Angriff zu nehmen. Dank gut befestigten Noten können wir am ersten Standort in der Blüemlisalpstrasse dem Wetter noch trotzen. Wir dürfen sogar ein paar sturmerprobte Uttigerinnen und Uttiger bei uns begrüssen. Beim zweiten Spielort zeigt sich ein anderes Bild; die Zuhörenden bleiben auf ihren Balkonen. Und dies, wie sich kurze Zeit später heraus stellt, durchaus zu Recht. Petrus öffnet nämlich seine Schleusen über uns. Wir dürfen in eine nahe Veranda flüchten und warten ein paar Minuten. So schnell wie das Nass gekommen ist, klart es auch wieder auf - zumindest ein wenig. Wir beschliessen, den diesjährigen Uttig-Cher vor dem Restaurant Bahnhof mit ein paar Stücken zu beenden.

Heuer müssen wir nicht – wie auch schon – frieren während unserem Plauschanlass bei der Rollsporthalle. Dafür sind die Mücken, welche den nahen Weiher bewohnen, angriffig. Trotzdem sehen wir aber zu, dass es unserem Grilleur Ernst nicht langweilig wird und decken seinen Grill mit unseren Grilladen ein. Auf unseren Tellern gesellen sich zu den heissen Fleischstücken zahlreiche Salate und feine Züpfe. Zudem versuchen wir – in drei Gruppen aufgeteilt – möglichst schnell "Alle meine Entelein" auf mit Wasser gefüllten Flaschen zu spielen. Bei manchem fängt die Herausforderung bereits bei der Erzeugung eines Tons an... Plötzlich schwirren mit Wasser gefüllte Ballone durch die Luft, welche aber nur für kurze Zeit für eine Abkühlung sorgen. Nach einem weiteren warmen Sommerabend leuchtet der abnehmende Vollmond den Nachhauseweg aus. Besten Dank an Natalie und ihren helfenden Händen für den gelungenen Anlass.

Wenn beim Schulhaus Trampolinspringen angesagt ist, auf dem Rasen eine Torwand steht und die Kinder fröhlich quietschend in der Hüpfburg herum tollen, ist Schulfest in Uttigen. Wir umrahmen diesen Anlass mit unserem Spiel und lassen den Abend anschliessend gemeinsam mit den zahlreichen Besuchern ausklingen.

Ein prächtiger Sommerabend erwartet uns in beim Altersheim Turmhuus in Uetendorf. Dies erlaubt uns, draussen auf dem Kiesplatz zu spielen. Lediglich ein paar wenige Pensionäre haben es sich auf der gemeinsamen Terrasse gemütlich gemacht. Beim näheren Hinsehen stellt man auch schnell fest, weshalb dies so ist. Die Wohnungen sind nämlich derart günstig gelegen, dass unser Ständli bequem vom eigenen Balkon aus mitverfolgt werden kann. Nach zahlreichen traditionellen und ein paar modernen Stücken werden wir zu einem kleinen Imbiss eingeladen.

Mit gemischten Gefühlen machen wir uns am (sehr) frühen Sonntagmorgen auf den Weg in Richtung Längenberg. Sandra Boner hat uns am Vorabend nicht gerade grosse Hoffnungen auf einen sonnigen Sonntag gemacht. Der Himmel zeigt sich aber von seiner besten Seite. Nach kurzem Einspielen im Schulhaus verschieben wir in die Kirche. Jetzt gilt es ernst! Wir geben uns alle Mühe und können – wie wir später erfahren werden – auch den Experten von uns überzeugen. Es gibt zwar noch einzelne Sachen, welche wir verbessern können. Aber im Grossen und Ganzen passt es.

Bei der Klosterruine erwartet uns Frieda Senn für ein Fotoshooting. Wir wollen wieder einmal eine aktuelle Fotografie erstellen lassen. Einzelne Farbkübel, auf welchen die hinterste Reihe stehen muss, knicken unter der Last ein. Doch schlussendlich klapp es und die Bilder sind im Kasten.

Nach dem perfekt organisierten Mittagessen beginnt es leicht zu regnen bzw. zu tröpfeln. Im Zelt widmen wir uns derweil dem Dessert vom preisgekrönten Patissier Rolf Mürner. Das OK bestimmt, die Marschmusik durchzuführen. Dann zeigt sich die Sonne wieder von ihrer besten Seite und lässt uns unter unseren Uniformen schwitzen. Die Marschmusikstrecke wird von vielen Personen bevölkert, welche das Dargebotene mit Applaus goutieren. Mit dem Marsch Füs. Bat. 23 können wir den Experten, welcher uns bereits in der Kirche bewertete, nicht restlos überzeugen. Gut, gibt es noch eine Zweitmeinung von einem anderen Experten, welcher die zweite Hälfte beurteilt….

Zum Abschluss treffen sich alle Vereine neben dem Festzelt für den offiziellen Teil mit den Ehrungen und dem Gesamtchor. Inzwischen ziehen nicht mehr dunkle sondern schwarze Wolken auf. Vom Freiburgischen herkommende überdecken sie das Schwarzenburgerland je länger je mehr. Die Ansprachen sind kurz, so dass noch etwas Zeit für die Ehrungen übrig bleibt. Von der MG Uttigen werden Miryam Schwendimann, Franziska Stöckli, Urs Hofmann und Fritz Locher für 30Jahre Musizieren geehrt. Mit dem letzten Ton vom Gesamtchor – der Himmel ist inzwischen nirgends mehr blau – öffnet Petrus die Schleusen. Dies ist vermutlich auch ein Grund, dass das Festzelt für das Konzert der MG Riggisberg fast leer bleibt. Schade. Denn unter der Leitung von Sandra Rolli jagt ein Höhepunkt den nächsten. Die im Zelt Verbliebenen lassen den Abend mehr stehend als sitzend ausklingen und kommen nach dem Gewitter sogar trockenen Fusses nachhause.

Wenn die Anzahl der fallenden Schüsse in den Abendstunden wieder häufiger werden, ist dies ein untrügliches Zeichen für das bevorstehende Eidgenössische Feldschiessen. Die Schützinnen und Schützen sind am Üben. Auch die Musikgesellschaft Uttigen ist am Üben für diesen Anlass...

Das Wetter an diesem Samstag stimmt und so umrahmt die MG Uttigen die Siegerehrung mit zahlreichen Stücken. Den ersten Rang machen sich zwei Schützen streitig. Aufgrund des höheren Alters wird unser Briefträger als Sieger des Eidgenössischen Feldschiessens 2015 in Uttigen erklärt. Der traditionelle Tonteller ziert nun sein Heim. Die ebenfalls traditionelle Sieger-Torte findet den Nachhauseweg jedoch nicht und wird noch beim Schützenhaus verzehrt. Kurz nach dem letzten Ton ist auch fertig mit schönem Wetter. Dunkle Wolken verfinstern den Himmel und bringen starke Niederschläge und auch Hagel und somit auch etwas Abkühlung.